
Piroggen im Weltall nennen wir unsere kleine Podcastreihe über die Anfänge und die Zukunft der polnischen Raumfahrt.
Wir haben uns durch den aktuellen Flug eines Polen in den luftleeren Raum kurzfristig mit dem interessanten Thema beschäftigt.
Wir fangen mit dem Erfinder der Kosmologie, Ary Sternfeld an, gehen über die neugegründete POLSA, über den ersten Polen im Weltraum über den zweiten, der kürzlich in der Raumstation war und besprechen als letztes noch zwei weltweit berühmteste historische Polen, die sich mit dem Weltall vor mehreren 100 Jahren schon befasst haben: Kopernikus und Heweliusz, dessen Grab wir in einer Kirche in Gdansk gefunden haben.
Dann kehren wir zurück zu unserem Dreistadt-Podcast und beginnen mit Gdansk/Danzig.
Alles in allem eine wirklich wahnsinnig interessante Geschichte. Dazu mussten wir nach einem recherchierten Skript gehen, um nichts falsch zu erzählen, dass ihr jetzt hier auch mit den Links, woher wir die Informationen haben nachlesen und nachschauen könnt:
Warum Pirogge im Titel?
Pirogge im Titel deshalb, weil sie tatsächlich als Nationalgericht mit auf den Flug zur Raumstation mitgenommen wurde. Aber das besprechen wir ein einem anderen Podcast. Diesmal ist Ary Sternfeld der Hauptakteur dieser Folge 16, der einer der wichtigsten Akteure insgesamt für die Raumfahrt war, doch nur noch Astronomen bekannt ist, weniger der „normalen“ Bevölkerung, die sich nur Sternschnuppen oder Sonnenfinsternisse anschauen.
Ary, wird oft auch Ari geschrieben, war der erste Mensch, der überhaupt das Wort Kosmologie geschrieben hat seinem ersten Sachbuch, das damals kaum jemand wahrgenommen hat. Diese im Buch dargelegten Theorien standen die damaligen Wissenschaftler skeptisch gegenüber, denn damals glaubte man nicht an die Möglichkeiten, die Autoren in ihren Science-Fiction-Romanen herausgebracht haben, das sie jemals Wirklichkeit werden würden. Seine Studien waren ein Hirngespinst, höchstens nur in Groschenromanen möglich, laut Experten der 1920er/1930er Jahren, bis die richtigen Personen auf ihn aufmerksam wurden. Zum Skript und Podcast zum Hören und Sehen: :
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Mehr InformationenVon dem Anfang eines vergessenen Initiatoren der Kosmonauten bis zur Zukunft der polnischen Raumfahrt
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Mehr Informationen(Leider ist die Tonqualität durch das Rauschen der Lüftung beim Laptop bei der Aufnahme schlechter geworden als in der Sprechprobe zu hören war. Das KI-Programm Auphonic hat es ein wenig besser gemacht, aber nicht zufriedenstellend.. Trotzdem hoffen wir, dass wir bei den ersten beiden Folgen, die wir hintereinander aufgenommen haben, das spannende Thema gut rübergebracht zu haben)
Der Unterscheid zwischen Astrologie und Kosmologie
Beide Begriffe sind eigentlich gleich, haben aber eine unterschiedliche Bedeutung. Denn der Amerikaner fliegt zu den Sternen. Astro kommt aus dem altgriechischen (αστρον) für Stern. Obwohl sie auf keinem Stern waren, sondern nur auf dem kalten Mond die Füße vertreten haben. Ein Stern wäre ja ein wenig Heiß und würde Blasen auf den Füßen erzeugen.
Der Kosmonaut fliegt ins Universum! Kommt ebenfalls aus dem Altgriechischen für Universum (κόσμος). Beides heißt aber allgemein Raumreisende!
Beide jedoch haben die gleichen Risiken. Da macht der Name keinen Unterschied! Der Weg ins All ist mit vielen Gefahren verbunden. Und der Weg Astro- oder Kosmonaut zu werden ist weit. Wollte das auch mal werden, aber ich scheiterte ja schon in der Realschule an der Algebra. Im Weltall muss man zumindest im luftleeren Raum mal die Wurzel ziehen, wenn die Technik versagt und der Weg auf die Erde berechnet werden muss. Ich wäre also in der oberen Luftschicht wahrscheinlich verglüht. Da kann man sich aber auch ein teures Urnengrab wenigstens sparen.
In beiden Fällen ist jedoch „nautes“ (ναύτης). Die Nautik spielt auf der See eine große Bedeutung. Im All ist es nicht anders. Da schwebt oder segelt man mit einem Raumschiff als „Seemann“ durch den luftleeren Raum. Die Russen haben daraufhin ihr Raumfahrtprogramm „Segler im Universum“ genannt. Die Amerikaner bezeichneten ihr Raumfahrtprogramm „Segler zu den Sternen“
Ein paar polnische Wörter zum Einstimmen auf unseren Podcast:
DEUTSCH
Weltraum
Rakete
Wasserstoff
Mikrowelle
Schwerelosigkeit
Raumstation
Universum
Sterne
Sonne
Sonnensystem
Unendlichkeit
Relativitätstheorie
POLNISCH
kosmos
raketa
wodór
mikrofalówka
nieważkość
stacja kosmiczna
wszechświat
gwiazdy
słońce
Układ Słoneczny
nieskończoność
Teoria względności
Ary Sternfeld – Der Pole, der die Kosmologie erfand
Wir beginnen mit dem Polen, der eigentlich den Kosmonauten als Berufsausdruck geprägt hat:
Ary Sternfeld war so gesehen der erste Pionier am Boden der Erde, aber den Begriff „cosmonautica“ in einer Dissertation erstmalig erwähnte!
Das russische Wort für Segler zu den Sternen heißt „swesdoplawanije“ (zu Deutsch „Segler zu den Sternen“) weit verbreitet in Russland. Dies war jedoch lange vor dem ersten Flug ins All, als sich die sowjetischen Behörden entschieden, den Begriff „Kosmonaut“ für alle Fälle zu verwenden. Und ja, das ist wirklich weise gewesen. Denn Kosmonaut ist sprachlich auch in anderen Sprachen eher universell als das alternative russische Swesdoplawanije.
Eine Theorie sagt jedoch, dass es der russische Luft- und Raumfahrtingenieur Michail Tichonrawow (1900-1974) zugeschrieben wird, den Begriff „Kosmonaut“ geprägt und populär gemacht hat. Er hat ihn ins Spiel gebracht. Für die Russen war Astronaut ein Science-Fiction-Begriff, der in Büchern stand, wie einfach es in der Fantasie war zu den Sternen zu kommen. Doch mit den damals bescheidenen Mitteln, die gerade erfunden wurden, wußte man, dass die langen Flüge einfach nicht möglich waren. In Russland dachten die Menschen dann einfach realistischer, dass man ja erstmal das nahe Universum nah der Erde erkunden könnte. Wenn der Antrieb für weite Reisen zu den Sternen wirklich möglich wird, dann könnten sie sich vielleicht doch noch mal daran erinnern, das englische Wort zu nutzen.
Ary Sternfeld ist also einer der ersten Polen, der sich mit dem Weltall befasst hat:
Er wurde 1905 im russischen Reich geboren, damals war Polen noch durch die Teilung zwischen dem deutschen und russischen Reich von der Landkarte verschwunden. Seine Laufbahn war nicht einfach. Denn bevor er Ingenieur wurde und als Raumfahrtpionier anerkannt wurde, gab es viele Hürden, weil zu der Zeit diese Forschung von niemanden entwickelt wurde außer einigen Theorien, wie die von Albert Einstein.
Ary Sternfeld stammte aus einer einfachen jüdischen Kaufmannsfamilie. Er wurde geboren am * 14. Mai 1905 in Sieradz das ist ein Ort mit heute ca 41000 Einwohnern ca 60 km südwestlich von Lodz entfernt. Er starb am † 5. Juli 1980 in Moskau)
Leider ging das Familienstammbuch im jüdischen Ghetto Lodz während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg verloren. Sternfeld hatte drei Schwestern und fiel schon früh durch seine Begabung auf. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs zog die Familie nach Łódź. Sternfeld besuchte dort das jüdische geisteswissenschaftliche Gymnasium, das Abschlüsse in Judaistik und Allgemeinwissenschaft anbot.
Er entwickelte erste Ideen zur Raumfahrt und beschäftigte sich mit den Möglichkeiten einem Raketenflug zum Mond. Er schrieb mit 17 Albert Einstein an, nachdem er die Relativitätstheorie von ihm gelesen hatte. Einstein antwortete ihm. Vielleicht war Einstein die Zündung für ihn ab 1923 an der Krakauer Jagiellonen- Universität in der Philosophischen Fakultät anzufangen zu studieren. Er wollte nicht nur die Naturwissenschaften, sondern auch die technischen Wissenschaften studieren. Im Herbst 1924 ging er nach Frankreich, nach Paris.
Um sich geldlich über Wasser zu halten und sein Studium selbst zu finanzieren, arbeitete er in den dortigen Markthallen und auch bei Renault. Ein Teil seines Geldes floss zu seiner armen Familie nach Lodz. Er studierte an der Universität in Nancy. Morgens war er Gaszähler-Kontrolleur, dann bei Omer Samyn, einem Automobil-Unternehmen in den Sommerferien, wo er als Konstrukteur arbeiten soll. Nebenbei berechnete er Raketenflugbahnen. Natürlich mussten ihn die damaligen Kommilitonen für einen Spinner gehalten haben. Niemand glaubte an einen Flug ins All. Es war reine Fantasy aus Groschenromanen, die damals überall zu kaufen waren. Nach vier Jahren war er Maschinenbauingenieur als Zweitbester von 30 Absolventen. Er lebte fortan im Quartier Latin in Paris als Konstrukteur und Berater verschiedener Industrieunternehmen. Er entwickelte originelle Geräte. Zum Teil wurden sie auch patentiert. Zu diesem Zeitpunkt verdiente er soviel, das er Studenten und junge Ingenieure Geld lieh, was er meist nicht wiedersah.
1928 wurde er Doktorand an der Universität von Paris. Seine Dissertation war über Raumfahrtflüge, die nirgends in der Welt Forschungsgegenstand zu dem Zeitpunkt war. Er berechnete mit modernen elektrischen Zählmaschinen und Arithmometer* in Einrichtungen, wo er nebenbei arbeitete. Er hielt dazu Vorträge, veröffentlichte Zeitschriftenartikel über die Möglichkeiten der Raumfahrt. Und dann las er 1929 aus einer Deutschen Zeitschrift einen Artikel von Konstantin Ziolkowski den Artikel „Die Rakete“. Er schrieb in an und bat um einige seiner Arbeiten. Sternfeld schrieb einen Artikel über Ziolkowski in der Zeitung L’Humanité über Ziolkowski mit einem Foto, das dieser ihm dazu geschickt hatte. Sternfeld lernte nun Russisch, um Ziolkowskis Arbeiten lesen zu können.
Sternfelds Unterstützerin und Assistentin in dieser Zeit war Sternfelds künftige Frau Gustawa Ehrlich gewesen, die 1924 aus Łódź nach Paris gekommen war und Sekretärin der polnischen Abteilung der Parti communiste français wurde. Sie beteiligte sich an der Esperanto-Bewegung und erreichte zwei Studienabschlüsse an der Universität von Paris, für Erziehung entwicklungsgehemmter Kinder und Französisch als Fremdsprache. Sie führte Sternfelds Korrespondenz in Französisch, Russisch, Polnisch, Deutsch und Jiddisch. Sie starb 1962 in Moskau.[5]
Im August 1932 kehrte Sternfeld zu seinen Eltern in Łódź zurück, um sich auf die Fertigstellung seiner Dissertation konzentrieren zu können. Nach eineinhalb Jahren war die Monografie Initiation à la Cosmonautique abgeschlossen. Die 490 Seiten hatte seine Schwester Franka Sternfeld getippt, die später im Konzentrationslager starb. In dieser Monografie behandelte Sternfeld die Gesamtheit der Probleme der Raumfahrt von der Struktur des Sonnensystems bis zu den relativistischen Effekten. Er prägte den Begriff der Fluchtgeschwindigkeit. Als Erster beschrieb er den Bi-elliptischen Transfer. Die berechneten optimierten Trajektorien zeichneten sich durch minimierten Treibstoffbedarf aus und wurden als Sternfeld-Trajektorien bekannt. Sternfelds Bericht in der Universität Warschau am 6. Dezember 1933 wurde nur kühl aufgenommen, und für seine Monografie fand er keinen Verleger in Polen.
Sternfeld ging er enttäuscht wieder nach Paris zurück. Sternfeld präsentierte seine Berechnungen zu Raketenbahnen an führenden Pariser Wissenschaftsinstitutionen, erhielt dafür 1934 viel Anerkennung, u.a. auch von dem deutschen Raumfahrtpionier Hermann Oberth und wurde mit einem erstmalig initiierten internationalen Raumfahrt-Preis ausgezeichnet, den der französische Industrielle Hirsch stiftete.
Sternfelds Arbeiten wurden nun anerkannt, und er erhielt attraktive Forschungsangebote. Da Sternfeld und seine Frau sich für Sozialismus, Internationalismus und den Aufbau einer gerechten Gesellschaft begeisterten, entschieden sie sich, in die Sowjetunion zu gehen[5]. Bereits 1932 war Sternfeld auf Einladung des Volkskommissars für Schwermaschinenbau nach Moskau gekommen, um sein Androiden-Projekt durchzuführen.
Sternfeld ist auch der erste Mensch, der einen menschlichen Roboter kreierte, zumindest in seinen Schriften. Hätte er Mittel und Wege gehabt, wären hätten wir heute jeden einen im Haushalt: Einen Andoiden. Der Android sollte für schwere gefährliche Arbeiten am Boden und im Weltraum eingesetzt werden. 1934 übergab Sternfeld das maschinengeschriebene Manuskript seiner Monografie Initiation à la Cosmonautique der Handelsvertretung der UdSSR in Paris und ging 1935 mit seiner Frau in die UDSSR. Sein persönliches und wissenschaftliches Archiv blieb bei seinen Eltern. Doch als die Deutschen die Juden in Konzentrationslagern steckten, wurden von beiden alle Familienmitglieder umgebracht. Sein Archiv in Lodz ist leider auch verloren gegangen.
Das Cover wurde 1932 vom polnischen Avantgardisten Karol Hillier entworfen. Ihm widmen wir mal einen eigenen Podcast. Denn er war als Grafiker und Lichtbildner seiner Zeit weit voraus und starb 1939 im Wald von Lucmierz. Warum wieso folgt also alsbald! Zurück zu Ari Sternfeld:
Anfang Juli 1935 wurde Sternfeld Oberingenieur im 1933 gegründeten Moskauer Raketen-Forschungsinstitut (RNII).[4] Ein weiterer Oberingenieur war Sergei Pawlowitsch Koroljow, der dann Raumfahrttechnik-Chefkonstrukteur wurde. In Koroljows Abteilung arbeitete Sternfeld mit Walentin Gluschko, Michail Tichonrawow und Juri Pobedonoszew zusammen. 1936 erhielt Sternfeld die sowjetische Staatsbürgerschaft.[3] Der RNII-Chefingenieur Georgi Langemak übersetzte Sternfelds Initiation à la Cosmonautique ins Russische, die dann 1937 in Moskau erschien (Neuauflage 1974).
Viele RNII-Mitarbeiter wurden Opfer des sogenannten Großen Terrors durch Stalin. Stalins Paranoia verhinderte wissenschaftliche Durchbrüche in der Raumfahrt, die vor dem Zweiten Weltkrieg vielleicht einen Durchbruch, die noch früher in der Menschheit zu einem Flug zum Mond gebracht hätte.
Der Direktor Iwan Kleimjonow und der Chefingenieur Langemak wurden erschossen. Koroljow, Gluschko und viele andere wurden verbannt. Sternfeld wurde im Juli 1937 entlassen und blieb arbeitslos.[3] Vergeblich wandte er sich an den Direktor des Sternberg-Instituts für Astronomie (GAISch) Wassili Fessenkow, an den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften der UdSSR (AN-SSSR) Wladimir Komarow, den Direktor des Lebedew-Instituts Sergei Wawilow und andere. Sein Brief an Stalin im Mai 1939 blieb unbeantwortet.
1938 war Sternfelds erste Tochter Maja geboren worden. 1940 kam die zweite Tochter Elvira zur Welt. Nach Beginn des Deutsch-Sowjetischen Kriegs beantragte Sternfeld im Juli 1941 die Einberufung in die Rote Armee, was abgelehnt wurde. Mit Frau und Töchtern wurde er in den Ural evakuiert. In Serow unterrichtete er am Metallurgie-Technikum Physik, Festigkeitslehre, Technisches Zeichnen und Maschinenelementlehre, während seine Frau Deutsch-Unterricht gab.[4]
Im Sommer 1944 bemühte sich Otto Schmidt vergeblich, Sternfeld aus der Evakuierung zurückzuholen. Erst nach Sternfelds Brief an Michail Kalinin konnte Sternfeld im Dezember 1944 mit seiner Familie nach Moskau zurückkehren. Er fand weiter keine Anstellung, so dass er sich mit Vorträgen und populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen in Technika – molodjoschi, Ogonjok, Moskowski Komsomolez und anderen Zeitschriften durchschlug. 1954 organisierte er mit anderen die Astronautik-Sektion des Zentralen Tschkalow-Aeroclubs in Moskau. Er leitete das wissenschaftlich-technische Komitee für Raumfahrt-Navigation. Für das WINITI referierte er Aufsätze über Weltraum-Themen.
Ein Jahr vor dem ersten Sputnik erschien Sternfelds Buch über künstliche Erdsatelliten, das Sternfeld weltweit bekannt machte, das 1957–1958 25-mal in 18 Ländern herausgegeben wurde und dessen Übersetzung 1958 in den USA erschien.[8][9] Ähnlich erfolgreich war Sternfelds nächstes Buch über künstliche Satelliten für interplanetarische Flüge.[10][11] Da die UdSSR nicht dem Welturheberrechtsabkommen beigetreten war, erhielt Sternfeld kein Geld für die Veröffentlichungen im Ausland. Er lebte weiter in beengten materiellen Verhältnissen und war zutiefst unzufrieden, dass er nicht in den Wissenschaftler-Gruppen zur Entwicklung der Raumfahrt mitarbeiten konnte. Obwohl inzwischen seine wissenschaftliche Arbeit Anerkennung gefunden hatte, blieb Sternfeld ohne Anstellung. Seine damalige Tätigkeit im Forschungsinstitut galt nicht als staatlicher Dienst, so dass er nicht pensionsberechtigt war. Erst der Präsident der AN-SSSR Mstislaw Keldysch löste das Problem und verhalf ihm zu einer Pension.
Sternfeld starb am 5. Juli 1980 in Moskau und wurde auf dem Nowodewitschi-Friedhof begraben. Die Bildhauerin Faina Samoilowna Chasan erschuf ein aufgeschlagenes Buch mit einem Sternfeld Relief, seinen Daten und seinem Wahlspruch Per Aspera ad astra auf der rechten Seite aus der Sternfeld -Trajektorie.
Ein Mondkrater auf der Rückseite des Mondes bekam den Namen Sternfeld zu Ehrung. Das astronomische Observatorium und Planetarium in Lodz, sowie Straßen in Lodz, Sierdz und Kirjat Ekron zieren seinen Namen.
Das übrig gebliebene Sternfeld-Archiv befindet sich größtenteils im Sternfeld-Kabinett des Moskauer Polytechnischen Museums.
Interessante und weiterführende Links zu Ary Sternfeld:
Aus Wikipedia kopiert: Ein Arithmometer ist eine mechanische Rechenmaschine, auf die der Franzose Charles Xavier Thomas de Colmar (1785–1870) im Jahre 1820 ein Patent erhielt. Der Arithmometer basiert auf dem Prinzip der Leibniz-Maschine. Mechanische Rechenmaschinen waren tatsächlich noch bis Ende der 1970er Jahre im Gebrauch.
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Ari oder Ary Sternfeld (mal wird der Vorname mit i, mal mit y geschrieben im Internet, richtig wird das polnische y sein, das als i ausgesprochen wird):
Ari Abramowitsch Sternfeld – Wikipedia
Ary Szternfeld astronom z Sieradza – Archiwum Państwowe w Łodzi
Ary Sternfeld (1905-1980) :: museum-digital
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Oppenheimer Dokumentation in der Arte Mediathek:
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Empfehlenswerte Filme von, über und mit Stephen Hawking:
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Mehr InformationenFilmtipp zum Thema Androide, was Ary Sternfeld als erster Mensch in seinem Buch anspricht : „Der 200 Jahre Mann“ mit Robin Williams, nach einem Buch von Isaac Asimov
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Mehr InformationenHumorvoller Flug mit Schweine im Weltraum von der Muppet-Show
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Mehr InformationenDas war Teil 1 im Podcast Piroggen im Weltall über Polen, die sich mit der Raumfahrt befasst haben.
Einige Recherchearbeiten sind aus Wikipedia übernommen worden. Die Links haben wir drin gelassen für diejenigen, die weitere Informationen abrufen möchten.
Bis zum nächsten Mal!
Na razie!





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