New York in Warschau I Nowe Jork w Warszawa I Podcast #3

Bigos Ewa Brune war aus persönlichen bzw. beruflichen Gründen ins polnische Justizministerium nach Warschau eingeladen worden Anfang 2023. Kraut André Brune ließ sich die Tour nach Warschau nicht nehmen, auch wenn er nicht in die Katakomben des Ministeriums gehen durfte.

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Der erste Eindruck der Hauptstadt Polens war bei der Ankunft die atemberaubenden Hochhäuser. Faszinierend ist es, dass man in Warschau mit dem Zug unterhalb der Stadt ankommt. Die Passagiere gehen entweder durch die weitverzweigten Gänge in den angrenzenden Einkaufstempel oder auf den Vorplatz mit dem wuseligen Verkehr aus Straßenbahn, Auto- und Radfahrern. Unser erster Blick aus dem Bahnhof heraus war ein erstes Hochhaus, das wir zwischen den Straßenbrücken sahen.

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Bis zum Holiday Inn, dem Hotel, wo wir übernachtet haben, waren es ungefähr nur 15 bis 20 Minuten Fußweg. Gleichzeitig gingen wir durch das ehemalige jüdische Ghetto Warschaus. Erschreckend war, das hinter einem Zaun nur ein einziges Haus übrig geblieben ist mit einer Gedenkmauer, abgesperrt von einem Zaun, der nur zu einer bestimmten Tageszeit geöffnet ist.

Wir hatten ein Hotelzimmer in der zehnten Etage. Der Blick aus dem Fenster war einfach atemberaubend. Es war fast wie in New York.

Warschau ist eine Stadt der unglaublichsten Kontraste stellten wir in den ersten 30 Minuten schon fest.

Zum Warschau-Short:

https://youtube.com/shorts/XUXwxbtYvZQ?si=5gAZL5KqUBXL7yGB

Das Hotel liegt direkt am Eingang zum ehemaligen Ghetto. Vor dem Hotel ist auch ein Denkmal mit einem Foto, das die Vergangenheit aufleben. Du stehst auf dem breiten Bürgersteig. Unter dir eine Linie, die zeigt, dass hier der Eingang des Ghettos war. Ein Foto zeigt einen bewaffneten deutschen Soldaten im „Seuchensperrgebiet“.

Man bekommt Gänsehaut, während gleichzeitig die atemberaubende Skyline um einen herum eine Aufbruchstimmung in ein neues Zeitalter des Landes Polen gefühlt wird. In den Hochhäusern ragt nicht nur Stahlbeton. Diese vielen Himmelsetagen zeigen das neue unabänderliche Selbstbewußtsein der Polen, das in den Himmel ragt, wenn es auch mal politisch umnebelt ist.

Verlieben in Warschau?

Warschau ist eine Stadt, in die man sich nicht verlieben kann, wie z.B. in das historische Prag mit der erhaltenen Geschichte, weil die Zerstörung der Geschichte überall zu sehen ist. Aber die Geschichte ist spürbar und in Fragmenten zu sehen. So lernt man beim Gehen durch die Stadt die Stadt zu lieben und will sie nicht mehr verlassen.

Die Kontraste von Plattenbau, die Villen im Diplomatenviertel, die riesigen Parklandschaften, verfallene Häuser aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg, die mit allen Mitteln versucht werden zu erhalten, um sie vor dem Resteverfall der Jahrzehnte wieder erstrahlen zu lassen, so wie die wiederaufgebaute Altstadt, in der viele Touristen am liebsten den ganzen Tag verweilen. Dabei ist sie nur wieder aufgebaut worden, also ebenso ein Fragment der Geschichte. Warschau war die am meisten zerstörte Stadt im zweiten Weltkrieg. 98% war dem Erdboden gleich gemacht. Doch die Polen haben ihre Hauptstadt wieder erstrahlen lassen, wo sie zu erstrahlen hat. Die Altstadt ist eines davon und ist unter UNESCO Welterbe gestellt worden.

Aber das allein ist nicht Warschau, dort sind die meisten Touristen aus aller Welt. Warschau ist viel mehr. Warschau ist nicht nur die Stadt der Kontraste. In dieser kurzen Zeit, in der wir dort waren, waren wir überzeugt, das Warschau auch eine Stadt der Liebe ist, so wie Paris. Einst galt Warschau als das Paris des Ostens. Doch Warschau ist anders. Sie ist schnell, sie ist lebendiger, sie bleibt nicht stehen, sie macht neugierig und ist durchkreuzt nicht von einer gemütlichen Seine, sondern von der reisserischen und viel breiteren Weichsel an der sich auch mal ein Wisent zum Trinken zeigt.

Wir waren nur leider viel zu kurz da, um das Gefühl Warschaus komplett in uns aufzunehmen. Aber für diesen kleinen Podcast, der noch nicht mal alles in sich aufnehmen konnte, was wir gesehen haben, aber einen kleinen Überblick geben konnte, reichte es. Wir kommen wieder, keine Frage. Denn es gibt noch viel zu sehen und zu entdecken. Allein schon die vielen Museen und Parkanlagen müssen wir unbedingt noch aufsuchen.

Der erste Restauranttipp für leckere polnische Gerichte unweit vom Kulturpalast

HEKTOR

Ulica Świętokrzyska 34

00-049 Warschau

Tel: (22) 620 54 45

E-Mail: hektor.restauracja@gmail.com

https://restauracjahektor.pl)

Öffnungszeiten

Mo – Do: 11 – 23 Uhr

Fr – Sa   : 11 – 24 Uhr

So           : 11 – 22 Uhr

 

Hektor - Exzellente Polnische Küche

Unser Hotel war sauber, in einer besonderen Lage nah am Bahnhof und hatte tolle Zimmer, nette Bedienung, reichhaltiges Frühstück und ist preislich recht günstig – einfach sehr zu empfehen:

HOLIDAY INN

Twarda 52, Warsaw

00-831, Poland

Reservations 0800 181 3885

Front Desk 48-22-2576699

1.43 mi (2.3km) from City Center

  • Drahtloses Internet
  • Haustiere erlaubt
  • Kinder essen gratis!
  • Business-Center
  • Health Club/Fitness-Center

Internet: Holiday Inn Warsaw City Centre Hotel (ihg.com)

Google Maps

Holiday Inn - Warschauer City
Denkmal für das Warschauer Ghetto am Holiday Inn

Auswandern nach Polen?

Auswandern nach Polen?

Deutschland verlassen im Jahr ca 8000 Menschen in Richtung Polen.

Was macht Polen lebenswert?

Noch sind die Lebenshaltungs- und Energiekosten in der Republik Polen günstiger als in Deutschland. Dennoch kämpft das Land, das den Euro nicht eingeführt hat auch mit einer Inflation von z.Zt. 8,87 %.

Die Gehälter gegenüber deutschen Löhnen fallen geringer aus. Allerdings ist es trotzdem möglich auf dem Land und in Kleinstädten Wohnungen zu finden, die umgerechnet zwischen 300 und 500 € liegen. In Großstädten sind die Preise etwa doppelt so hoch. Am Ortsrand von einer Stadt, wie Poznan, können die Mieten halb so hoch sein, als im Kernbereich. Auch die wirtschaftliche Region spielt eine Rolle. Der Südosten Polens hat weniger Industrie als der Warschauer Raum oder Oberschlesien. Dort sind entsprechend die Mieten ebenfalls geringer. Miete zahlen ist jedoch in Polen eher unüblich. Meist wird gekauft und der Kredit abgezahlt.

Früher wanderten Polen eher nach Deutschland aus

Polen sucht genau, wie alle anderen europäischen Länder nach Fachkräften. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zu Deutschland, wo Zertifikate und Lernen über Jahre eine Fachkraft ausmacht: In Polen werden neue Mitarbeiter langsam eingearbeitet. Es ist lockerer, aber auch gleichzeitig wird es gern gesehen, wenn Zertifikate und langjährige Erfahrung mitgebracht werden.

Romantik an der Mole von Międzyzdroje – Foto: André Brune

Neben der Baubranche, die in Polen einen riesigen Boom erlebt, vom Straßenbau bis zum Wohnungsbau, ist die starke Digitalisierung stark vom Personalmangel betroffen. Klassische Industriezweige drohen ebenfalls zusammenzubrechen, wenn keine neuen Fachkräfte dazukommen.

Deutsche Fachkräfte sind durch ihre Zertifikate gern gesehen und erhalten auch deswegen so manchen Vorzug.

Wichtig ist die Qualität der Bewerbung. Die üblichen Unterlagen, wie das Anschreiben, der Lebenslauf, Zerfikate und Diplome sollten hochwertig aussehen, wenn es nicht eine einfache Bewerbung per Email ist, die in Polen mittlerweile eher üblich ist.

Englisch als Zweitsprache und der polnischen Landessprache mächtig sollten Bewerber internationaler Konzerne sein. Das wird bei Bewerbern sehr hoch angerechnet und der Einstieg in ein neues Leben in einem neuen Land mit viel Natur, netten Menschen und herrlicher Natur steht nichts mehr im Wege.

Bewerbungsunterlagen oder berufliche Zertifikate, dazugehörende amtliche Formulare, die für eine Auswanderung nach Polen oder umgekehrt nach Deutschland wichtig sind, übersetzt meine Frau, Ewa Brune mit ihrem Sprachenservice.*

Natürlich bewerbe ich sie hiermit. Aber sie unterstützt mich auch in meinem Blog und mit dem Ukrainebild Podcast. So möchte ich sie ein wenig hiermit unterstützen. Aber auch gleichzeitig sinnvoll informieren. Denn wer denkt, dass jemand nach Polen auswandern würde?

Nun das gemeinsame Projekt „Bigoskraut“ möchte auch dies für Deutsche aufklären. Ein erster Schritt ist getan.

Kann ja sein, dass wer gerade jetzt diese Zeile liest und die ein oder anderen Bilder, die hier noch folgen werden, Lust bekommen sollte auszuwandern und vielleicht Unterlagen ins Polnische übersetzt haben zu müsste, was früher eher umgekehrt war, dann einfach melden: https://brune-sprachenservice.de

Die Polen jedenfalls sind sehr gastfreundlich und begrüßen einen mit einem herzlichen Czecz! Das wird so ausgesprochen: Scheschtsch. Ganz anders als unser „Hallo“, das ursprünglich aus dem englischen „Hello“ kommt und nur eine Begrüßungsformel für das Telefonieren war, statt den eigenen Namen zu nennen.

(*unbezahlte Werbung)